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Uhol pohľadu

Kvassay, Rötlingová, Šušovicová

Daten
Ab 9.9.2018
Ort
DOT. Galerie
Kurator:in
Nina Vidovencová
Künstler:innen
Uhol pohľadu
Uhol pohľadu - Kvassay, Rötlingová, Šušovicová

Uhol pohľadu

Ivana Kassay, Martina Rӧtlingová und Nikola Šušovicová Kuratorin: Nina Vidovencová
Ausstellungsdauer: 15.8 - 9.9. 2018

Die Ausstellung verbindet das Schaffen dreier Malerinnen, Ivana Kassay, Martina Rötlingová und Nikola Šušovicová, deren gemeinsames Merkmal das Prinzip der Deformation und die Arbeit mit räumlicher Illusion innerhalb der Grenzen des Mediums Malerei ist. Sie wenden einen illusionistischen

und realistischen malerischen Ansatz mit einem differenzierten Spektrum möglicher formaler und ideeller Interaktionen im Bereich der aktuellen visuellen Kultur, der Erforschung der Umgebung und des Gedächtnisses an. Der Wechsel des Blickwinkels ist für die Künstlerinnen der Ausstellung in der DOT. Contemporary Art Gallery ein strategisches Instrument auf der Suche nach neuen Möglichkeiten des individuellen künstlerischen Ausdrucks und ein Moment, der es ihnen ermöglicht, mit einer weiteren Dimension des Mediums Malerei zu arbeiten.

Das künstlerische Programm von Ivana Kvassay (1992), Absolventin des Ateliers + - XXI an der VŠVU, konzentriert sich auf das individuelle Gedächtnis und die Manipulation nicht nur der Vorlage, sondern auch des Formats des Werks selbst, bereits beim Aufspannen der Leinwand auf den Rahmen. Durch die Anpassung der Leinwand an die jeweilige abnorme Vorlage verstärkt sie das Gefühl des Knitterns, eines für sie unerlässlichen Akts. Die in Airbrush-Technik ausgeführte Malerei nutzt sie als Aufzeichnung zur Materialisierung wichtiger Momente

aus der Kindheit, mit dem Ziel, aus Erinnerungsfragmenten eine zusammenhängende Geschichte zusammenzusetzen. Durch die Analyse ihres malerischen Blicks und des Sehens als solches bekennt sie im realistischen Duktus die Arbeit mit fotografischem Material als Vorlage, das aus ihrem privaten Archiv stammt. Aus ihrem Blickwinkel schafft sie gewissermaßen eine Reinkarnation vernebelter Momente aus ihrem Leben, die selbst ihr nicht immer eine klare Handlung ergeben, ihr aber sehr wichtig sind.

Die Betrachtung der Welt aus der Perspektive des Tierreichs schuf die Malereistudentin des Ateliers + - XXI an der VŠVU, Nikola Šušovicová (1994). Eine Serie von Streifen, die zum kreisförmigen Format nahezu geschlossener Dioramen geformt sind, stellt den alltäglichen, ausschnitthaften Blick einer Taube auf die umgebende Welt dar.

Der Entstehung der Arbeiten gingen eine eingehende Studie zur Erforschung des Sehens und der Wahrnehmung der Umgebung aus der Sicht städtischer Vögel sowie die Inspiration durch Dioramen im Slovenské prírodovedné múzeum voraus. Durch Experimentieren und ein analytisches Verfahren der Illusion gelangte sie zu einer Malerei, bei der die Interaktion der Betrachtenden mit dem Werk erforderlich ist.

Durch die unkonventionelle Installation der Leinwände im Galerieraum zwingt sie die Betrachtenden, in einen durch einen Spalt begrenzten Abschnitt einzutreten, durch den die resultierende Szenerie und auch die Malerei selbst zu sehen sind.

Martina Rötlingová (1987), Absolventin des Ateliers von Prof. Stanislav Balko an der Akadémia umení v Banskej Bystrici, bewahrt in ihrem Schaffen das klassische Format der Malleinwand mit einer starken realistischen Präsenz von zerknittertem Papier, das verschiedene Elemente der Popkultur illustriert.

Tendenzen der Störung weiblicher Figuren, die das Schönheitsideal der Gegenwart darstellen, sind in hyperrealistischem Duktus in monochromer Ölmalerei ausgeführt. Durch Deformation und somit die Gestaltung einer Art “glitch alike“-Erscheinung des weiblichen Porträts reflektiert sie kritisch die heutige postdigitale Zeit.

Das Beschädigen von Magazinseiten stellt uns aus ihrer Sicht gestörte Fragmente des weiblichen Körpers dar, die durch die heutigen Medien gewöhnlich regelmäßig glorifiziert und retuschiert werden.

Durch die Aneignung technologischer Verfahren der Deformation, den Wechsel der Sichtweise und das Bekenntnis zur Arbeit mit der Vorlage verkörpern die Malerinnen verschiedene Stadien der Arbeit mit dem Raum in der Malerei. Jede von ihnen bearbeitet und verwandelt individuell, sei es das Format der Vorlage oder das der Leinwand selbst, und nutzt dabei ihren eigenen, meist realistischen Duktus. Gemeinsam bieten sie so ihren eigenen Blickwinkel innerhalb des Mediums Malerei und beschreiben damit deutlich den Schlüsselaspekt beim Lesen des Ausstellungskonzepts.

Galerie

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Uhol pohľadu - Kvassay, Rötlingová, Šušovicová
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