Robert Bielik
Láska
- Daten
- Ab 15.4.2021
- Ort
- DOT. Galerie
- Künstler:innen
- Robert Bielik

Werkkatalog / Catalog of works
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Robert Bielik
Láska
Kuratorin der Ausstellung: Alexandra Tamásová
Online-Vernissage: 15. 4. 2021
*Die Ausstellung wurde aus öffentlichen Mitteln vom Fond na podporu umenia gefördert
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Die Ausstellung von Robert Bielik unter dem Titel Láska präsentiert das aktuelle Schaffen eines Künstlers der mittleren Generation, eines unserer erfolgreichsten und eigensinnigsten Maler. Ungeachtet modischer Trends widmet sich Bielik seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn der Malerei, in der er altmeisterliche Techniken, (bisweilen) schockierende Motive und transzendentale Themen verbindet.
Frühling - Zeit der Liebe. Die Tiere paaren sich, die Pflanzen werden von Insekten und Wind bestäubt. Die Erde erwacht aus langer winterlicher Starre; alles dehnt sich, ergießt sich, erwärmt sich. Robert Bielik hält diese Erscheinungen auf seine typische, unwillkürlich provokante Weise fest – statt Jungtieren oder blühender Apfelbäume malt er ausgewachsene Tiere im Akt der Paarung (Serie Láska).
Die Szene, die wir aus der Natur oder aus Dokumentarfilmen kennen, erhebt er dabei zu einem ikonografischen Typus. Tauben, Schildkröten oder Frösche setzt er ins Zentrum der Komposition, das Bild ergänzt er um eine kostbare Textilie und dramatische Beleuchtung. Es ist ein Ansatz, den wir von diesem Künstler gewohnt sind – Bielik verbindet in seinem Schaffen seit jeher „hohe“ Motive mit „niedrigen“, das Sakrale mit dem Weltlichen, das Abstoßende mit dem Schönen.
Während die Gemälde sich paarender Tiere, ein kleines Mädchen mit einem Schäfchen oder das Jesuskind mit Tieren auf der Tatranská magistrála optimistische Themen von Frühling, Kindheit und Freude zeigen, begrüßt uns im zweiten Teil der Ausstellung eine völlig andere Atmosphäre. Postume Porträts des Philosophen Wittgenstein, ein toter Spatz, der winterliche Wald; Stille, Tod und viel Weiß.
Die Landschaft mit Flammen wie auch die überfluteten Innenräume gotischer Kirchen scheinen eine Umgebung darzustellen, die nur trügerisch an die irdische Welt erinnert. In Wirklichkeit befinden wir uns in einer anderen Dimension, in der unsere gewohnte Wahrnehmung nicht gilt, ebenso wenig unsere gewohnte Einteilung der Dinge in gut und böse, schön und hässlich. Wölfe jagen mit Schafen durch den Wald; der alte verwundete Rabe ist ebenso schön wie der flauschige Hase.
In diesem Raum herrscht Eros nicht mehr, der eine so gewaltige Macht über die irdische Welt hat. Hier betreten wir eine andere Dimension, die der sogenannten bedingungslosen Liebe, die eher Domäne der Spiritualität als der Philosophie ist. Wir begehren nicht mehr und quälen uns nicht mehr, weil wir wissen, dass wir alle eins sind. Dass es keinen Unterschied gibt zwischen Leben und Tod, zwischen Ich und Du.
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Robert Bielik (*1963)
studierte in den Jahren 1978-82 an der Stredná škola umeleckého priemyslu in Bratislava. 1987-93 an der Vysoká škola výtvarných umení v Bratislave bei Prof. Rudolf Sikora. Einzelausstellungen in Bratislava (1995, 1998, 2001, 2002, 2005, 2006), Varšava (2004).
Die Werke zeichnen sich durch markante Kontraste aus. Die idyllische, mysteriöse Landschaft wird von dramatischen Elementen durchbrochen, die die zivile Welt symbolisieren. Sie sind der Reflex einer metaphysischen Vision der Landschaft, in der sich Reales und Irreales durchdringen, zumeist mysteriöse Landschaften, die die Bühne für rätselhafte, bisweilen geradezu absurde Geschichten des „Welttheaters“ bilden.
Robert Bielik
Love
Curator: Alexandra Tamásová
online opening: 15. 4. 2021
*The exhibition was supported from public funds by the Art Support Fund
Robert Bielik's exhibition entitled Love presents the current work of the author of the middle generation, one of our most successful and stubborn painters. Regardless of fashion trends, Bielik has been painting since the beginning of his artistic career, combining old master techniques, (sometimes) shocking motifs, and transcendental themes.
Spring - love time. The animals are pairing, the plants are fertilized by insects and wind. The ground is waking up from a long winter's stiffness; everything expands, pours, warms. Robert Bielik captures these phenomena in his typical, involuntarily provocative way - instead of young or flowering apple trees, he paints adult animals in the act of pairing (Love series).
The scene, which we know from nature or documentary films, is elevated to an iconographic type. He places pigeons, turtles or frogs in the center of the composition, the image is complemented by rare textiles and dramatic lighting. It is an approach to which we are accustomed to with this author - Bielik has always combined in his works "high" motifs with "low" motifs, sanctity with civility, repulsion with beauty.
While the paintings of pairing animals, a girl with a sheep, or Jesus with animals on the Tatra highway depict optimistic themes of spring, childhood and joy, in the second part of the exhibition we will be greeted by a completely different atmosphere. Posthumous portraits of the philosopher Wittgenstein, the dead sparrow, the winter forest; silence, death, and lots of white.
The landscape with flames, as well as the flooded interiors of Gothic temples, seem to represent an environment that only deceptively resembles the earthly world. In fact, we are in another dimension, where our usual perception does not work, our usual division of things into good and bad, nice and ugly. Wolves roam the woods with sheep; the old wounded raven is as beautiful as the bushy bunny.
Eros, who has such enormous power over the earthly world, no longer rules in this space. Here we enter another dimension, the so-called unconditional love, which is more the domain of spirituality than philosophy. We no longer worry because we know we are all one. That there is no difference between life and death, between me and you.
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