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Rastislav Podhorský

Opening

Daten
16.5. – 21.6.2026
Ort
DOT. Galerie
Kurator:in
Beata Jablonská
Künstler:innen
Rastislav Podhorský
Rastislav Podhorský / Opening

Vernissage: 15. 5. 2026 um 18.00
Ausstellungsdauer: 16. 5. 2026 – 21. 6. 2026
Kuratorin: Beata Jablonská
DOT. Contemporary / Jurkovičova tepláreň, Bottova 1 / Bratislava

Schon im Titel der Ausstellung spielt der Künstler Rastislav Podhorský mit der Bedeutung des Wortes OPENING, das in der Kunstwelt mit der Eröffnung einer Ausstellung verbunden ist. Neben dem Verweis auf den Ausstellungsbetrieb macht es nämlich auf eines der wichtigen Motive aufmerksam, die in einigen Bildern der Ausstellung auftauchen. Es ist der Vorhang, präsent als enthüllendes oder verhüllendes Inszenierungselement mehrerer Bildkompositionen.

Dieses Spiel mit Wörtern, die sich phonetisch und grafisch ähneln und in ihrer Bedeutung doch so verschieden sind, ließe sich als unterschwelliges Leitmotiv der Ausstellung verstehen. Der Vorhang als theatralisches Element leitet durch sein Senken oder Öffnen nicht nur in die Handlung ein, sondern erinnert auch daran, dass die Geschichte, die wir betrachten, eine künstlerische Fiktion ist.

Gerade die vielfältigen Spiele mit semantischer Mehrdeutigkeit gehören bei Rastislav Podhorský zu den „erzählerischen Fähigkeiten“, die er gerne in seine Bildgeschichten einflicht. Äußerlich alltägliche Motive wie ein gehender, sitzender, beobachtender oder liegender Mensch sind in Situationen eingebettet, die eine leichte Groteske, paradoxerweise aber auch eine gewichtige Botschaft sein können.

Er ist ein Künstler, der gerne aus gegensätzlichen Zutaten „kocht“, denn – wie bereits viele festgestellt haben – liegt ihm ein Sinn für situative Spannung, semantische Mehrdeutigkeit und das Paradox nahe.

Podhorskýs Mensch ist auch hier (in den in DOT Contemporary ausgestellten Bildern) in den alltäglichsten Situationen festgehalten, doch die Sprache seines Körpers, die Hervorhebung eines eigentümlichen Details oder eine unerwartete Geste können aus dem Bild als intensive Augenblicke hervortreten, die in der Lücke zwischen schwindender Zeitlichkeit und unerreichbarer Zeitlosigkeit liegen.

In den Bildern von Podhorský lassen sich zwei tragende Themen erkennen, die ihn seit seinem Eintritt in die Kunstszene auf dem Weg des malerischen Bildes begleiten. Neben dem Thema der figürlichen Malerei ist es die gepflegte und durch das Schaffen vertiefte Beziehung zu den Möglichkeiten der malerischen Sprache.

Er ist sich der Stellung der Malerei in der Geschichte der bildenden Kunst als eines Mediums mit jahrtausendealtem Gedächtnis bewusst und sucht sie daher in ihrer Tradition weiterzuentwickeln, in der Disziplin des malerischen Bildes, das auf einer handwerklichen malerischen Handschrift beruht, sowie im Bewusstsein der gegenwärtigen Übermacht von Bildern, die den digitalen Raum durchströmen. Und hier ist besonders zu betonen, dass die Bilder von Rastislav Podhorský im Prozess der Malerei entstehen.

Dieses scheinbare Axiom gilt bei ihm in aller Konsequenz. Das Malen ist ein wichtiger Aspekt seiner Arbeit und des resultierenden Bildes — als unaufhörlicher, im Grunde nie endender und nur im „wundersamen Augenblick“ stillstellbarer Prozess.

In den letzten Jahren ist die malerische Handschrift zu einer aktiven Komponente des Bildes geworden, die den Ausdruck der Malerei mitprägt. Gegenüber früher ist sie schlagkräftiger, expressiver, dichter und tritt deutlich aus der Bildfläche hervor. Nicht selten stehen nebeneinander wesensverschiedene malerische Vorträge, die die unterschiedlichen Charaktere der dargestellten Situationen ausdrücken. Gerade diese ausgeprägte Pinselspur verleiht den Gemälden von Rasťo Podhorský eine neue malerische Eindringlichkeit, eine formbildende Qualität, die vorerst maßgeblich in die visuelle und vor allem in die semantische Ebene seiner jüngsten Bilder eingreift.

(Beata Jablonská, Kuratorin)

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Mgr. art. Rastislav Podhorský, ArtD. (*1990) widmet sich schwerpunktmäßig der figurativen Malerei und der Zeichnung, ist aber auch gelegentlich Theoretiker und Kurator. Seine Bilder eint die paradoxe Verbindung von Einfachheit und Unselbstverständlichkeit; er interessiert sich für intensive Momente in unscheinbaren menschlichen Szenen und strebt malerisch danach, die Offenheit des malerischen Prozesses mit der Geschlossenheit des resultierenden Bildes zu verbinden.

Er stellte in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen aus: in Los Angeles, Berlín, Miláno, Praha sowie zu Hause, in Bratislava. 2017 erschien seine theoretische Publikation Prievozník: O figúrach v umení a ľuďoch v neumení (VŠVU, Slovart). 2021 erwarb er den Doktorgrad auf Grundlage der praktisch-theoretischen Arbeit mit dem Titel Protirečník: Rámce a latentné možnosti vizuálneho umenia.

In den Jahren 2017-2021 war er Leiter des Ateliér maľby III. an der Vysoká škola výtvarných umení in Bratislava. Derzeit leitet er das Ateliér maliarstva Delta ebenfalls an der VŠVU. 2015 wurde er Preisträger des VÚB-Preises für Malerei für junge Künstler und kürzlich Preisträger des Preises der Nadácia Novum. Sein Schaffen ist Teil zahlreicher Sammlungen weltweit. Er lebt und arbeitet in Bratislava.

Realisiert mit finanzieller Unterstützung des Bratislavský samosprávny kraj.

Werkkatalog

Foto: Leontína Berková

Galerie

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Rastislav Podhorský / Opening
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