Milan Vagač
Formovanie
- Daten
- 9.11. – 2.12.2016
- Ort
- DOT. Galerie
- Kurator:in
- Mgr. Zuzana Danková
- Künstler:innen
- Milan Vagač

"FORMOVANIE"
Künstler: Milan Vagač
Kuratorin: Mgr. Zuzana Danková
Ausstellungsdauer: 9.11.2016 - 2.12.2016
Vernissage: 9.11:2016 um 18:00
DOT., Lazaretská 13
Die Ausstellung wird mit Unterstützung des Fond na podporu umenia realisiert
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Die Ausstellung Formovanie knüpft in vertiefter Form an die neuesten Ausgangspunkte des Schaffens von Vagač an, die sich in einem neuen, aktualisierten Bild im Verhältnis zu früheren avantgardistischen Verfahren abgrenzen. Das entscheidende Element beim Schaffen ist nicht das Erzeugen neuer Ideen, sondern die Originalität der Werke, die sich aus der Suche nach neuen Aneignungen, Zusammenhängen, Rekonstruktionen und bildnerischen Möglichkeiten im Verhältnis zur Vergangenheit ergibt.
Tendenzen, die auf das Experimentieren mit der Vergangenheit gerichtet sind, erzeugen eine programmatische Postproduktion bereits existierender Werke der modernistischen Richtungen Konstruktivismus, Neoplastizismus und Minimalismus. Der Künstler überdenkt die ursprünglichen programmatischen Absichten unter dem Einfluss der neuen Zeit und der Technologien im digitalen Zeitalter der Gegenwart.
In aktualisierter Form dienen sie als neue konzeptualisierte Ausgangspunkte für die Entstehung eigenständiger Werke mit explizitem Verweis auf die ursprünglichen Werke.
In der Serie BAU (2016) schuf Milan Vagač die Objekte Wassily 001 und 002, die auf die wassily-Stühle von Marcel Breuer verweisen. In diesen Ausgangspunkten direkter Verweise setzt er in der aktuellen Serie mit dem Titel Proun fort, die von ausgewählten Werken der gleichnamigen Serie von El Lisickij ausgeht. Durch Dekonstruktion und die Auswahl von Fragmenten aus dessen ursprünglichen Bildern baut er Formen in aktualisierter Gestalt auf.
Die einzelnen Werktitel der fünfteiligen Serie werden durch ein Anagramm des ursprünglichen Titels gebildet. Vagač begnügt sich in seinem Schaffen oft nicht mit traditionellen Medien, die auf die Bildfläche beschränkt bleiben, und diese Tendenz überträgt sich auf den Aufbau der Werke selbst. Durch die Reduktion der Ausdrucksmittel auf grundlegende Bauelemente – Leinwand, Airbrush und Ölmalerei – erweckt er den Eindruck dreidimensionaler optischer geometrischer Objekte.
Die Serie der neuesten Airbrush-Zeichnungen „Formovanie dún“ geht aus natürlichen Strukturen hervor, wie der Formung von Wellen oder Sanddünen (aus der Landschaft einer sandigen Halbinsel, aus dem Umfeld eines Aufenthalts im Rahmen einer Auslandsresidenz in der Nida Art Colony in Litauen). Natürliche Phänomene, die auf den ersten Blick chaotisch und organisch wirken, verwandelt er anhand eines eigenen Regelsystems der Arbeit mit Geometrie, geometrischem Grid, Wechsel und Ausschnitten von Halbkreisen. Durch das Prinzip von Raster und Wiederholung formt er die resultierende, bewusst ungenaue Gestalt, mit der er die Strenge des Modernismus durchbricht.
Mgr. Zuzana Danková
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