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Martin Gerboc presents authors of the Neue Wilde

Daten
2.5. – 2.6.2019
Ort
DOT. Galerie
Martin Gerboc presents authors of the Neue Wilde

Martin Gerboc presents authors of the Neue Wilde

Künstlerinnen und Künstler: Josef Čižmár, Karolína Netolická, Marek Škubal, Tereza Eisnerová, Filip Kůrka, Oskar Hořánek, Martin Mulač, Markéta Garai, Tomáš Roubal und Tomáš Klepoch

Kurator: Martin Gerboc
Co-Kuratorin: Kristýna Jirátová

Dauer der Ausstellung: 2. 5. - 2. 6. 2019
Vernissage: 2. May um 7 p.m.

Der Begriff „Neue Wilde“ verwies bislang auf neoexpressionistische Tendenzen in der postmodernen Kunst der 80er-Jahre. Die Ausstellung „Neue Wilde“ führt diesen Begriff in ein Umfeld ein, das mit dem „Formalismus“ seiner ursprünglichen Bezeichnung nichts gemein hat. Vielmehr revidiert sie ihn und verlagert den Akzent auf Epik, Narration, Handlung, Inhalt und „mentalen“ Ausdruck, wobei wir vom Begriff des „Bildnerischen“ zu jenem des „Sozialen“ übergehen.

„Neue Wilde“ geht damit auf das Gebiet des „persönlichen Backgrounds“ über, das mit dem Begriff der bildenden Kunst nur das Territorium gemeinsam hat, auf dem es entsteht.

Auf dieses Territorium sucht sie Begriffe einzubringen, die oft nicht bildnerisch sind, und – vorausgesetzt, es handelt sich weiterhin um bildende Kunst (aus den Begriffen der Ästhetik ist es der Kunst verwehrt, sich selbst auszuschließen) – artikuliert sie vor allem persönliche Erfahrung, existenzielles Empfinden und eine Haltung, die zusammen jenen sozialen Background bilden, aus dem die epische Kunst hervorgeht.

Das Bild (oder jede andere Form von Visualität) wird hier so aus mehreren Gründen zum Synonym des Begriffs Problem. Trotz verwandter Visualität (Narration, Emotionalität u. Ä.) gibt es für diese Gruppe von Bildern und Objekten keine übergreifende Metasprache, die diese Subjekte unter exakte (theoretische) Begriffe, Szenarien oder Konstruktionen fassen würde.

Wenn wir einräumen, dass jede Künstlerin und jeder Künstler von einem anderen sozialen Umfeld ausgeht, können auch ihre Werke nicht mit demselben Vokabular interpretiert werden. Verbindend ist hier eine Haltung der Dekadenz, der Verteidigung rauer Visualität, der Dunkelheit Kubins und der Andersartigkeit Chars bzw. Roussels.

Der Albtraum schwebt bereits still über dem grünen Lampenschirm der Tischlampe, und im Stadium der Übersättigung und des Verschlingens durch Bedeutung oder im Delirium des horror vacui, die jedes unruhige Denken umhüllen, entstehen Emotionen, die dem Bedürfnis nicht unterliegen, sich selbst exakt zu definieren.

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