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David Javorský & Nikola Šušovicová

Kto si myslíš, že si

Daten
11.3. – 9.4.2026
Ort
DOT. Galerie
Kurator:in
Marianna Brinzová
Künstler:innen
David Javorský & Nikola Šušovicová
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si

Vernissage der Ausstellung: 10. 3. 2026 um 18.00
Dauer der Ausstellung: 11. 3. 2026 – 9. 4. 2026
Kuratorin: Marianna Brinzová
DOT. Contemporary / Jurkovičova tepláreň, Bottova 1 / Bratislava

Die Ausstellung Kto si myslíš, že si präsentiert das aktuelle malerische Schaffen von Nikola Šušovicová und David Javorský, das sich mit dem Blick auf den Menschen, seinem Erleben, Fragen der Identität, der Suche nach einem Platz in der Welt und der Authentizität vor den anderen wie vor sich selbst befasst. Kto si myslíš, že si?

Nikola Šušovicová (1994) und David Javorský (1992) verbindet das Studium der Malerei (wenn auch in unterschiedlichem Umfeld) sowie die wiederholte Teilnahme am Wettbewerb Maľba – Cena Nadácie VÚB. In der Ausstellung in DOT. Contemporary präsentieren beide großformatige Gemälde, aber auch mittlere und kleinere Formate, insbesondere im Fall des Autors David Javorský.

Die Werke sind im Dialog miteinander installiert und schaffen ein neues Narrativ, das die Geschichten der individuellen Praxis verbindet. Die Gemälde beider stellen verschiedene soziale Situationen und Beziehungen durch Archetypen der Persönlichkeit, persönliche Ikonografie und Mythologie dar.

Der gemeinsame Nenner ist die Dominanz von Porträt und figürlicher Komposition, eine ausgeprägte Farbigkeit, Expressivität, räumliche und formale Reduktion, das Erfassen mentaler Zustände, Kontemplation und die Transzendenz des Augenblicks, aber auch gelegentliches Delirium und Entfremdung gegenüber sich selbst und den anderen. Keiner von beiden bleibt in seinen Analysen an der Oberfläche, beide gehen darunter.

Šušovicová und Javorský erfassen eine Art empathische Rückkehr zu sich selbst und zu anderen sowie die Suche danach, wer wir unter den Schichten verschiedener sozialer Konstrukte tatsächlich sind. Oder sein möchten...

Im Rahmen der Ausstellung Kto si myslíš, že si in DOT. Contemporary präsentiert Nikola Šušovicová eine Auswahl von Gemälden aus den letzten etwa drei Jahren (2023 – 2026). Darin befasst sie sich mit gesellschaftlichen Themen, psychologischen Zuständen, kollektiven Archetypen, zwischenmenschlichen Beziehungen sowie persönlichem Erleben und Leid. Sie berührt auch die Problematik des Alkoholkonsums und Situationen, in denen die Anwesenheit von Alkohol eine willkommene wie unwillkommene Konvention ist.

Die Werke von Šušovicová tragen keine ausdrücklich positive Botschaft, wecken aber durch ihre Vertrautheit ein paradoxes Gefühl von Geborgenheit und von etwas Wohlbekanntem. Die Autorin nähert sich den untersuchten Themen jedoch nicht als Kritikerin, die die Akteure ihrer Werke verurteilt, sondern eher mit Verständnis, Empathie und einem gewissen Maß an Identifikation.

Ihre Gemälde erfassen mehr oder weniger realistische Szenen, die sich in abstrakten oder fragmentierten Innenräumen verlieren. Sie zeigen verschiedene, stellenweise sogar komische, übersteigerte oder absurde Szenen von Feiern, Hochzeiten, Beisammensein in Lokalen, Treffen beim Alkoholkonsum, bei Unterhaltung, Gesprächen, Tanz u. Ä. Sie visualisieren Zustände der Euphorie, der Trunkenheit, aber auch des Schlafs oder eines gewissen Verwachsens mit dem Milieu der Gaststätten.

Extrovertierte Momente, aber auch Introversion und Introspektion. In den Werken dominiert eine rosa-gelb-blaue Farbigkeit, Kontraste von Farben und Strukturen, die Expression der Mienen im Kontakt mit der Präzision der Flächen.

In den Räumen von DOT. Contemporary präsentiert David Javorský eine Auswahl aus einer Serie von Gemälden unterschiedlicher Formate in Mischtechnik, überwiegend aus der letzten Zeit. In den Bildern verbindet er Fragmente realistischerer Szenen mit expressiven Partien und Strichen sowie mit geometrisch bearbeiteten Flächen, Strukturen und Mustern.

Dominantes Motiv ist der Mensch, ein Mann, der als eine Art Selbstporträt oder Doppelgänger des Autors fungiert und dessen Erleben trägt. Dieser „Doppelgänger“ ist stets in unbestimmten leeren Räumen situiert, die mehrere Ebenen der Reflexion über die Welt und ihre existenziellen Probleme in sich tragen. Javorský versucht, seine/unsere Realität zu entschlüsseln, um sie erneut in seinen Werken zu verschlüsseln.

Seine Arbeit ist somit eher ein Erfassen komplexer, vielfältiger Zeichen und deren Einfügen in die Strukturen des Bildes, wodurch Motive, Fragmente und Gedankenkarten zu einer Art ideeller wie materieller „Collage“ geschichtet werden. „Es geht um einen Menschen, der seinen Platz in der gegenwärtigen Welt sucht. Die im Bild dargestellte Vorstellung war ‚vom Blitz für eine Hundertstelsekunde im Kopf erleuchtet‘. Wenn wir die Augen schließen, bleibt nur die ‚Lichtessenz‘ der Szene, die offenbart wurde.

Eine solche Essenz versuche ich darzustellen und immer weiter zu definieren – mich ihr anzunähern. Was uns als Aufblitzen bleibt, ist nur ein Bruchteil der ganzen Geschichte, die unfassbar ist, aber eine starke Emotion hinterlässt, die in die flüssige Welt einfließen will“

Trotz beträchtlicher Ähnlichkeit ist das Schaffen von Nikola Šušovicová und David Javorský individuell und zeigt, was für sie gegenwärtig wichtig ist – im Hinblick auf die eigene Authentizität und die Identifikation mit dem Motiv. Beide arbeiten mit Bildern von Archetypen des kollektiven (Un)Bewussten, aber auch mit individuellen Zuständen, persönlichen Traumata und der Auseinandersetzung damit. Sie beobachten das Verhalten der Menschen in ihrem Umfeld, analysieren gesellschaftliche Muster und visualisieren sie. Stets jedoch mit einer gewissen Empathie und mit Abstand. Darin haben sich beide gewiss gefunden. Sie wissen, wer sie sind, zumindest für den Moment.

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Nikola Šušovicová (1994) ist Absolventin der Abteilung für Malerei an der VŠVU in Bratislava, wo sie in den Ateliers +-XXI und DVAJA studierte. Während des Studiums absolvierte sie zudem Studienaufenthalte an der Vilniaus dailés akademija in Litauen und an der Akademija umetnosti Novi Sad in Serbien. Mehrfach war sie Finalistin des Wettbewerbs Maľba – Cena Nadácie VÚB und belegte 2024 den 2. Platz. Primär widmet sie sich der Malerei und ihren Überschreitungen.

David Javorský (1992) ist Absolvent der Malerei an der Akademia Sztuk Pięknych in Kraków und des Doktoratsstudiums an der Fakulta výtvarných umení der AU in Banská Bystrica. Er widmet sich der Malerei, aber auch den Überschreitungen hin zu intermedialen Projekten, Performance, Theater und Musik. Er ist Autor des Projekts The Unknower, in dem er experimentelle Elektronik, Poesie und Projektionen verbindet.

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Realisiert mit finanzieller Unterstützung des FPÚ.

David Javorský: Werke zum Verkauf

Nikola Šušovicová: Werke zum Verkauf

Foto: Leontína Berková

Galerie

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David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
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David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
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David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si
David Javorský & Nikola Šušovicová / Kto si myslíš, že si