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DÁVID BAFFI/ ATIKAM

Daten
28.2. – 31.3.2019
Ort
DOT. Galerie
DÁVID BAFFI/ ATIKAM

DÁVID BAFFI/ ATIKAM

Kuratorin der Ausstellung: Diana Klempoch Mandáková

Dauer der Ausstellung: 28.2. - 31.3. 2019

Dávid Baffi ist in der gegenwärtigen Generation junger Maler ein einzigartiger Künstler, vor allem dank seines eher individualistischen Zugangs zur Malerei und seines Beharrens auf der Position des Autors „reiner“ Bilder. Er gehört zu den markantesten Mitgliedern der informellen Malergruppe um das IV. Atelier von Ivan Csudai an der VŠVU, die das Gesicht der slowakischen zeitgenössischen Malerei des letzten Jahrzehnts mitgeprägt haben.

In der künstlerischen Recherche berührt er unablässig die Grenzen der Abstraktion, wobei seine Malerei sich paradoxerweise in Wirklichkeit nie als abstrakt bezeichnen ließ. Den Ausgangspunkt Baffis bilden die veränderlichen Strukturen der Materie, die räumlich aktiven Eigenschaften der Farben und die modellierenden Fähigkeiten des Lichts. Jede sichtbare Geste des schöpferischen Prozesses ist das Ergebnis einer visuellen Analyse, die (auch) mit Unterstützung digitaler Medien durchgeführt wird.

Die Motivationsquellen stammen also nicht aus der Tradition der gestischen oder spontanen Malerei, auch wenn die formalen Qualitäten seiner
Bilder den Eindruck eines emotionsgeladenen, expressiven Ausdrucks erwecken können. Bei genauerer Betrachtung offenbaren sie eine schöpferische Strategie des Künstlers, die sich grundlegend von den abstrakt-expressionistischen Tendenzen unterscheidet, wie wir sie aus der Geschichte der Malerei des 20. Jahrhunderts kennen. Baffi gründet seine Kompositionen auf dem sorgfältig durchdachten Aufbau der Beziehungen von Farbe und Materie. Gezielt sucht er Momente der Spannung in der Wechselwirkung, in Verformungen, im Zerfall oder in der Durchdringung der Formen.

Alle Werke Baffis haben ihren Ursprung in einem konkreten visuellen Erlebnis (oft in einem Landschaftsmotiv), das er anschließend mittels Computergrafik modifiziert und beim Übertragen auf die Leinwand noch (auch mehrfach) eigenhändig überarbeitet. Die Vorlage zerfällt analytisch in Fragmente, Ebenen überlagern sich und verbinden sich erneut in neuen Gebilden. Wichtig sind Dynamik

und Bewegung. Können wir die Wurzeln seines Schaffens also in kubistischen oder futuristischen Prinzipien suchen? Nicht ganz. Baffi spielt mit den ursprünglichen Formen nicht, damit sie in verwandelter Gestalt weiter existierten und sich rekonstruieren ließen.

Seine Kompositionen lassen sich als Choreografien illusorischer Bewegungen bezeichnen, die zu einem starken und in einem bestimmten Moment pointierten visuellen Effekt des Ineinanderübergehens und Durchwachsens der Ebenen auf der Fläche einer (meist) großformatigen Leinwand führen. Der Betrachter wird durch die Eigenschaften des Bildes buchstäblich zu Bewegungen gezwungen (wiederholtes Vorbeugen, Zurücktreten, Näherkommen).

Der Künstler setzt in seine Malereien oft kleine Andeutungen, Punkte, die den Blick gezielt anziehen und die er „Perlen“ nennt. Mit ihrer Hilfe kann der Betrachter den Abglanz oder die Illusion der ursprünglichen
Form erfassen und sie nach Bedarf in der eigenen Vorstellung entfalten.

Diana Klempoch Majdáková

Die Ausstellung wurde vom Fond na podporu umenia unterstützt.

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