Asot Haas
STATIC MOTION
- Daten
- 12.10. – 13.11.2022
- Ort
- DOT. Galerie
- Kurator:in
- Michal Stolárik
- Künstler:innen
- Asot Haas

Ausstellungsdauer: 12. 10. - 13. 11. 2022
Kurator: Michal Stolárik
Ort: DOT. Contemporary, Jurkovičova tepláreň, Bottova 1, BA
———
Statische Bewegung, Illusion des Raums, Schallwellen, optische Täuschungen. Lichter, Farben, ästhetische Anziehungskraft oder visueller Minimalismus und technologischer Maximalismus. Das Schaffen des multimedialen visuellen Künstlers Asot Haas (1981) hat sich zu einer signifikanten und leicht attribuierbaren Gestalt herauskristallisiert.
Er neigt zu technologischen und materiellen Experimenten, die er mittels einer unaufdringlichen Abstraktion kommuniziert, die Wiederholungen und Variationen grundlegender geometrischer Formen nutzt.
Obwohl er sich voll und ganz auf die Kunstgeschichte stützt und wir Echos von Op-Art, abstraktem Geometrismus oder Minimalismus spüren, schaffen gerade die Digitalisierung und die Nutzung von Erkenntnissen aus der industriellen Produktion oder von technologischen und materiellen Innovationen in Kombination mit physikalischen und mathematischen Gesetzen und einer Prise Pop-Faktor funktionale Verbindungen, die in unserem Umfeld einzigartig sind.
Haas' Werke sind intensiv, aber sie schreien nicht. Sie sind visuell attraktiv, aber nicht konzeptuell entleert. Sie verlangen eine erhöhte Sensibilität und einen anderen Zugang zum Lesen. Die Narration ist nämlich nicht traditionell – wir lesen sie nicht von links nach rechts, und sie hat weder Anfang noch Ende. Die ungezwungene Bildkraft der Werke regt unsere Imagination zu persönlichem Erleben und zum Erschaffen eigener Geschichten an.
Objekte, hängende Bilder, Reliefmalereien, Lichtinstallationen oder die neuesten NFTs verlangen, innerlich langsamer zu werden und die Aufmerksamkeit auf feine Nuancen zu richten, sei es die allmähliche Veränderung von Farbtönen und Linienstärken oder feine Verschiebungen und Abstände zwischen geometrischen Gebilden.
Dehumanisierte Artefakte nehmen durch geringfügige Veränderungen und expressive „Unvollkommenheiten“ einen organischen Charakter an, der natürlich mit dem technologischen Aspekt der Entstehung der einzelnen Werke und der zugehörigen Ästhetik kontrastiert. Daher ist auch das vermeintliche Prinzip des visuellen Zufalls in Wirklichkeit das Ergebnis stundenlangen Programmierens, der Entwicklung eigener Software sowie der Erfassung und Auswertung von Daten.
Der Künstler hat so alle Schritte voll unter Kontrolle und kann Form und Details der einzelnen Segmente beeinflussen.
Die Einzelausstellung Static Motion von Asot Haas in DOT. Contemporary präsentiert eine Auswahl aus mehreren seiner markanten Zyklen, Beispiele signifikanter technologischer Verfahren sowie erstmals gezeigte Werke, die aus früheren Erkenntnissen schöpfen. Das Konzept des Ausstellungsprojekts konzentriert sich auf Bewegungsmotive und das interaktive Potenzial der eigenständigen Werke.
Wir verfolgen Elemente der Wiederholung und formaler Variationen mit einer Neigung zu einer schlagkräftigen Ästhetik der Motive und Farben, sei es die Serie monochromer minimalistischer Reliefmalereien Simulácia pixelu v priestore (2020), die eine Simulation umherschwebender Partikel vermittelt, oder die geschichteten und sich überlagernden linearen Kreismotive des Künstlers in der analogen (Spectrum of the Rainbow, 2022) wie auch in der leuchtenden Variante (S1, 2015).
Die physische Bewegung der Besucherinnen und Besucher ist erwünscht, denn sie offenbart die Unvollkommenheiten des Auges und setzt signifikante optische Illusionen in Gang, die in der Serie Keep Smiling (2020) aktualisiert werden – poppig gestimmte Reliefbilder, die kindliche Animationshelden darstellen.
In die Ausstellungsauswahl haben wir auch das Werk Flow of Energy aufgenommen, eine abstrakte Reliefzeichnung aus Plexiglas, die sich in ein hypnotisch dynamisches Lichtbild verwandelt, das uns in den Kern einer unbekannten Energie hineinzieht.
Asot Haas (1981, Moskva) lebt und arbeitet in Bratislava. Sein Studium absolvierte er an der Vysoká škola výtvarných umení in Bratislava, wo er in den Jahren 2002 – 2007 nacheinander die Ateliers Industrial Design (Ferdinand Chrenka), Transport Design (Štefan Klein), Sklo (Juraj Gavula) und das Atelier Socha, objekt, inštalácia (Juraj Meliš) durchlief. Im Jahr 2019 erhielt er den ILDA Awards und im Jahr 2007 die Cena Galérie NOVA für Glas.
Einzelausstellungen zeigte er in Räumen und Institutionen wie z. B. Incheba Expo Arena, Bratislava (2021), Bellart Gallery, Viedeň (2020), Kunsthalle Košice (2019), DSC Gallery, Praha (2016), Nedbalka, Bratislava (2013), PGU, Žilina (2012) u. a. Die Werke von Asot Haas sind in zahlreichen privaten und staatlichen Sammlungen vertreten.
Das Projekt wurde aus öffentlichen Mitteln gefördert durch Bratislavský samosprávny kraj.
Foto: Dominika Bolgáčová
Galerie










