Ján Kralovič, Welten der Kunst. Über die Un/möglichkeit einer Definition des Kunstbegriffs.
- Wann
- 7.11.2018 · 18:00
- Wo
- DOT. Gallery, Bottova 1, Bratislava
Der vierte Vortrag der beliebten Vortragsreihe “V obraze”, die Sie mit allen nötigen Informationen zur Welt der zeitgenössischen Kunst vertraut macht. Orientieren Sie sich in den wichtigsten Fakten der Kunstgeschichte. Lernen Sie die aktuelle Problematik des zeitgenössischen Künstlers und des Kunstmarkts kennen. Lassen Sie sich tiefer in diese scheinbar ungreifbare Welt hineinziehen.
Ján Kralovič, Welten der Kunst. Über die Un/möglichkeit einer Definition des Kunstbegriffs.
7. November um 18:00
Eintritt frei
"Kunst ist das, was das Leben interessanter macht als die Kunst." Der Ausspruch des französischen Künstlers und Mitglieds der Fluxus-Bewegung Robert Filliou verweist darauf, dass Kunst vor allem ein Mittel zur Verfremdung und Intensivierung des Lebens ist.
"Lässt sich die Frage "was ist Kunst" allgemein und eindeutig beantworten? Gibt es nicht nur verschiedene Strategien und Positionen, von denen aus sich antworten lässt? Der Vortrag gibt einen Überblick über mögliche Antworten, die die Situation der Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Durch den Einsatz industriell gefertigter Produkte (readymade, object trouvé) sowie die Arbeit mit dem Zufall, dem Körper und der Aktionsgeste wandelt sich das Verhältnis des Betrachters zum Kunstwerk radikal. Auch die Vorstellung vom Kunstwerk als handwerklich hergestelltem Objekt verändert sich.
Im Vortrag werde ich die institutionelle Definition der Kunst (A. Danto, G. Dickie) kurz erläutern sowie den Versuch, die künstlerische Funktion in Form einer dynamischen Funktionstheorie zu verteidigen (N. Goodman). Aus der Frage nach dem Wesen der Kunst wird allmählich ein Problem: unter welchen Umständen etwas zu Kunst werden kann.
Der Vortrag wird von Bild- und Textmaterial begleitet und dauert ca. 60-70 Minuten."JK
Ján Kralovič
Er studierte Kunst- und Kulturgeschichte an der Filozofická fakulta Trnavskej univerzity v Trnave. In den Jahren 2012 – 2016 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Vysoká škola výtvarných umení v Bratislave tätig. Derzeit ist er an der Katedra dejín a teórie umenia VŠVU tätig, wo er die Geschichte der slowakischen Kunst des 20. Jahrhunderts und die Geschichte der neuen Medien lehrt und ein Fach zu den künstlerischen Formen des Buches leitet.
Er publiziert regelmäßig Rezensionen, Fachtexte und wissenschaftliche Studien zur Neoavantgarde und zur zeitgenössischen Kunst in Fachzeitschriften (Jazdec, Ostium, FlashArt, arttalk.cz, Profil, Kapitál, Vlna u. a.).
Im Jahr 2014 erschien seine Publikation: Teritórium ulica (Umenie akcie v mestskom priestore v rokoch 1965 - 1989 na Slovensku) und im Jahr 2017 die Monografie zu Wohnungsausstellungen und Aktivitäten in der Zeit der Normalisierung unter dem Titel Majstrovstvo bez víťaza.
*Die Veranstaltung wird mit finanzieller Unterstützung des Fond na podporu umenia realisiert
