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10.11.2022 IM ATELIER / Kristína Mesároš

Wann
10.11.2022 · 10:00
Wo
DOT. Gallery, Bottova 1, Bratislava
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ATELIERFÜHRUNG

Nehmen Sie an der Online-Atelierführung von Kristína Mésároš mit der Galeristin Mgr. Zuzana Danková teil!
Die Führung findet in Form eines Gesprächs statt (und nicht nur über Kunst).
Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise in Verbindung treten und Ihnen auch ihr Schaffen näherbringen können.

Am Donnerstag, dem 10. 11. um 10:00 führt Mgr. Zuzana Danková Sie im Online-Livestream durch das Atelier von Kristína Mésároš. Wir laden Sie zum Zuschauen ein und freuen uns auf Sie

Kristína Mesároš (*1981)

studierte Grafik im Atelier von Vojtěch Kolenčík an der VŠVU in Bratislava. Sie zählt zu einer markanten Strömung junger zeitgenössischer Maler:innen, deren Schaffen sich durch einen starken, unabhängigen und authentischen Ausdruck entfaltet. Als ausgebildete Grafikerin fand Kristína den Weg zur Malerei selbst. Inspiration findet sie in exotischen Orten ferner Länder, in historischen Fotografien oder in Aufnahmen, die die Banalitäten des Alltags festhalten.

Die Bilder von Kristína Mésároš sind eine introvertierte Aussage, ein Mittel, Erlebtes neu zu erzählen, und ein persönliches Tagebuch. Anhand banaler Gegenstände und Tiere schafft sie ein eigenes Zeichensystem, legt damit eine reiche innere Welt offen und enthüllt persönliche Geschichten, in denen sich so manche wiederfinden. Wall (die Mauer der Erfahrungen, die jeder von uns überklettern muss), Mosaik, Zelt, Häuschen, Kanu… Motive alltäglicher Objekte, die in ihrem Werk ständig wiederkehren oder zu denen sie in verschiedenen Variationen zurückkehrt. Sie sind Träger immanenter Bedeutungen, die als Anhaltspunkte dienen, als Verewigung eines Moments, als Festhalten eines Augenblicks.

Die Unfassbarkeit der Zeit, eine Größe, die in den Werken der Künstlerin die große Variable ist. Für die Künstlerin ist sie ein Paradox – das einzige Unbeständige, das stets existiert – und wird für sie zur eigenen metaphysischen Untersuchung (weißer Reiher – die Fragilität des Lebens, in dem alles auf dünnem Eis steht).

Für die Künstlerin dienen diese kleinen Geschehnisse im Vordergrund als eine gewisse Form der Stabilisierung von Gedanken, als Weg der Verewigung eigener Erinnerungen (Mosaik – Fragment eines Hauses, an dem die Künstlerin oft vorbeiging) und auch schwieriger Lebensphasen (weißer Reiher, unschuldige Weiblichkeit, die sich gebunden fühlt). Für die Betrachter:innen sind diese Symbole nur intuitiv lesbar und regen die innere Imagination an.

Die Bilder sprechen mit gedämpftem Hintergrund, Aquarelltechnik und tiefer Tusche die wesenseigene nostalgische Substanz in jedem von uns an.

*Gefördert aus öffentlichen Mitteln durch den Fond na podporu umenia

10.11.2022 V ATELIÉRI / Kristína Mesároš